DAS ROSENKÖPFCHEN
Rosenköpfchen – Unzertrennlicher
Agapornis roseicollis
Englisch: Rosy-faced Lovebird
DAS ROSENKÖPFCHEN
Verfasser und Fotos mit freundlicher Genehmigung: Eckhard Lietzow
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Heimat: Im Süden beginnend an der Grenze zu Südafrika erstreckt sich der Lebensraum durch Namibia bis auf etwa 15° südlicher Breite in Angola. Nordwärts ist die UA. A. r. catumbella beheimatet. |
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BESCHREIBUNG:
Erstbeschreibung durch VIEILLOT als Psittacus roseicollis, 1818.
Größe 16 bis 17 cm, Gewicht 48 bis 60 g.
Details zur Gefiederbeschreibung sollen hier nicht vorgenommen werden, die Fotos dürften
reichen. Weitere Einzelheiten s. Anhang.
LEBENSRAUM:
Trockene, felsige Gegenden in Höhenlagen um
1.000 bis 1.900 m ü.NN. sind der bevorzugte
Lebensraum der Rosenköpfchen. Gelegentlich
sind die Vögel in tieferen Regionen zu finden,
nicht jedoch im direkten Küstenbereich.
Bevorzugt wird die Nähe zu Wasserlöchern,
Quellen und Bächen.
STATUS:
Rosenköpfchen sind in Namibia nicht selten, dennoch ist die Suche nach ihnen an den
beschriebenen Lebensraum gebunden, da weite Teile des Landes aufgrund der Trockenheit ausgeschlossen werden müssen. Der Gesamtbestand scheint nicht bedroht zu sein.
HALTUNG:
Seit 1860 sind Rosenköpfchen nach der Einfuhr durch Hagenbeck in Deutschland bekannt. Im
Berliner Aquarium erfolgte dann einige Jahre später die deutsche Erstzucht.
Heute gelten die Vögel als die am stärksten vertretene Agapornisart in Menschenobhut.
Abgesehen von der paarweisen Unterbringung in Zuchtboxen und Kleinvolieren ist eine Schwarmhaltung
in größeren Volieren durchaus möglich.
Bei allen Haltungsformen sollte berücksichtigt werden, dass Rosenköpfchen von ihrer kräftigen Stimme gern Gebrauch machen.
Ideal ist eine Unterbringung in kombinierten
Außen- und Innenvolieren.
Obwohl die Vögel auch in ihrem Heimatland
erheblichen Temperaturschwankungen
ausgesetzt sind, ist eine frostfreie Überwinterungfür das Wohlbefinden erforderlich.
ERNÄHRUNG:
Als Grundernährung kommt eine Saatenmischung zur Anwendung.
Die Vögel bevorzugen zwar die großkörnigen
Saaten, doch sollte darauf geachtet werden,
dass die stark fetthaltigen Komponenten
(z.B. Sonnenblumenkerne) nicht überwiegen. Feinkörnige Mischungen erfordern mehr Arbeit von den Vögeln und sollten besonders bei Haltung in reizarmen Boxen berücksichtigt
werden. Das gilt auch für Kardisaat, die als Ersatz für Sonnenblumenkerne gewählt werden sollte. Der Fettgehalt ist zwar bei beiden Saaten fast gleich, doch aufgrund der kleineren Körner und deren höheren Schalenanteils ist die Beschäftigung für die Vögel bei Kardisaat wesentlich größer
als bei Sonnenblumenkernen.
Eine Bereicherung ist Keimfutter,
das den in Milchreife stehenden Saaten des Freilandesrecht nahe kommt.
Bereitet man es so zu, als wolle man es selber essen, bestehen keinerlei Bedenken.
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Grünfutter wird von allen Vögeln gern genommen, egal ob es verschiedene Gräser oder Pflanzen sind.
Löwenzahn ist über mehrere Monate im Jahr vorhanden.
Vogelbeeren (Früchte der Eberesche) sind ebenfalls über einen größeren Zeitraum zu ernten, oder die im Bild dargestellten Hundsrosen.
Der gut sortierte Futtermittelhandel hält einige Beeren in getrockneter Form zur Verfügung, wie etwa Vogelbeeren oder Wacholderbeeren.
| BRUTDATEN: 4 bis 6 Eier Mittlere Größe etwa 22,6 x 17,3 mm Brutdauer 22 bis 23 Tage Nestlingszeit 36 bis 38 Tage |
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ZUCHT:
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| Juv. 1 bis 3 Tage alt | Juv. Etwa 23 Tage alt | Juv. Nach dem Ausfliegen |
Rosenköpfchen zählen zu den Agapornisarten, die sich gut vermehren lassen. Lagen sie jahrelang
in der AZ-Nachzuchtstatistik an der Spitze der Gattung, laufen ihnen neuerdings die
Pfirsichköpfchen den Rang ab. Aufgrund der hohen Bereitschaft Nachkommen hervor zu bringen
und der jahrzehntelangen Zucht haben sich im Laufe der Zeit unzählige Mutationen und
Farbkombinationen heraus gebildet, die hier aber nicht behandelt werden sollen.
Frisch geschlüpfte Rosenköpfchen tragen orangerote Dunen auf der fleischfarbenen Haut. Im Alter
von etwa 10 bis 12 Tagen beginnen sich die Augen zu öffnen. Je nach Ernährungsstand sollte jetzt
die Beringung mit einem 4,5-mm-Ring vorgenommen werden. Das Pelzdunenkleid ist mit etwa 18
Tagen fertig, erste grüne Federchen deuten sich an. Im Alter von 30 Tagen ist eine geschlossene
Befiederung festzustellen. Eine Woche später fliegen die Jungen aus. Sie sind aufgrund der
matteren Farben und des schwarzen Schnabelflecks gut von den Eltern zu unterscheiden.
Anhang / Literatur
Renate und Jörg Ehlenbröker / Eckhard Lietzow: Agaporniden und Sperlingspapageien, Verlag
Eugen Ulmer, 2010, ISBN 978-3-8001-5431-9
AZ-Standard für die Gefiederbeschreibung
Die gesamte Publikation ist urheberrechtlich geschützt! © Eckhard Lietzow
www.lietzow-naturfotografie.de
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